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  • AutorenbildBjoern

Was sind ND-Filter?

Ein Neutraldichtefilter (ND-Filter) ist ein optischer Filter, der in der Fotografie verwendet wird, um die Menge an Licht, die auf den Bildsensor fällt, zu reduzieren, ohne dabei die Farben oder den Kontrast des Bildes zu beeinflussen. Er besteht aus einem dunklen Glas- oder Kunststoffmaterial, das speziell entwickelt wurde, um Licht zu absorbieren oder zu blockieren.

Der Zweck eines Neutraldichtefilters besteht darin, die Belichtungszeit zu verlängern oder die Blendenöffnung zu vergrößern, um verschiedene fotografische Effekte zu erzielen. Hier sind einige der Hauptanwendungen von Neutraldichtefiltern:

  1. Langzeitbelichtung: Durch die Verwendung eines ND-Filters können längere Belichtungszeiten erreicht werden, selbst bei hellem Umgebungslicht. Dies ermöglicht es, Bewegungseffekte wie verschwommene Wasserfälle oder weich fließende Wolken in Landschaftsaufnahmen zu erzeugen.

  2. Große Blendenöffnung bei hellem Licht: In Situationen mit viel Licht kann ein ND-Filter eingesetzt werden, um die Menge an Licht, die in die Kamera gelangt, zu reduzieren. Dadurch kann eine größere Blendenöffnung verwendet werden, um eine geringe Schärfentiefe zu erzielen und das Motiv vom Hintergrund abzuheben.

  3. Reduzierung von Reflexionen: Ein ND-Filter kann auch dazu beitragen, Reflexionen zu reduzieren, insbesondere bei Aufnahmen von glänzenden Oberflächen oder bei der Fotografie durch Glas.

Neutraldichtefilter werden in unterschiedlichen Stärken angeboten, die durch ihre Dichte oder Filterstärke angegeben werden. Die Dichte wird in Belichtungsstufen (Stops) gemessen, wie z.B. ND2, ND4, ND8 usw. Ein ND2-Filter reduziert beispielsweise das Licht um 1 Stopp, während ein ND8-Filter das Licht um 3 Blendenstufen reduziert.

Es gibt auch sogenannte veränderliche ND-Filter, bei denen die Dichte stufenlos angepasst werden kann, indem man an einem Ring am Filter dreht. Dadurch kann die Lichtreduktion flexibel variiert werden, um sich an wechselnde Lichtbedingungen anzupassen.

Neutraldichtefilter sind besonders nützlich in Situationen, in denen das Umgebungslicht zu hell ist, um längere Belichtungszeiten oder große Blendenöffnungen ohne Überbelichtung zu verwenden. Sie bieten Fotografen die Möglichkeit, ihre Kreativität auszuleben und beeindruckende Effekte zu erzeugen, die mit normalen Belichtungseinstellungen nicht möglich wären.

Außerdem gibt es die Filter auch in Form von Verlaufsfiltern. Wenn zum Beispiel der Himmel sehr hell ist und man gleichzeitig einen dunklen Wald fotografieren möchte, hilft dieser Verlaufsfilter, da hier nur der obere Bereich "abgedunkelt" wird.



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